Trance die, -/-n, eine veränderte, die freie Willensbestimmung aussetzende Bewusstseinslage, Zustand mit eingeengtem Bewusstsein und verringerter Handlungsfähigkeit. Der Begriff "Trance" ist abgeleitet von dem Wort "transire" und bedeutet "hinübergehen", hier ist das Hinübergehen in einen erweiterten Bewusstseinszustand gemeint. Leider glauben viele Laien und Fachleute immer noch, Trance hätte irgendetwas mit Schlaf zu tun, dies ist aber so nicht richtig. Dies kommt auch daher, dass bei einer so genannten dass „Leertrance“, also wenn man nur den Zustand suggeriert und nichts weiter, meist eine Passivierung eintritt, mit Zufallen der Augen, Müdigkeit, Gliederschwere usw., das hat aber nicht unbedingt etwas mit dem Wesen der Trance zu tun, sondern eher mit der natürlichen Bequemlichkeit und Faulheit eines Menschen, der nichts zu tun hat, ausser im schummrigen Zimmer der Stimme eines Therapeuten zu lauschen
In den alten Kulturen war die Möglichkeit, sich jederzeit in einen erweiterten Bewusstseinzustand zu begeben, so natürlich und selbstverständlich wie Essen und Schlafen. Im Laufe der Zeit ist diese Qualität mehr und mehr verkümmert und in Vergessenheit geraten. Der Wunsch, die Begrenzungen des Alltags hinter sich zu lassen ist geblieben und erlebt heute eine Renaissance. Manchmal, wie z.B. bei Jugendlichen, äussert sich das in der Kreation eigener Rituale wie z.B. Musik die in die Trance führt und dementsprechende Anlässe wie Loveparades etc. Oft sind sich Jugendliche gar nicht darüber bewusst, dass sie dabei ihre Bewusstseinebene verändern, manchmal aber wird gerade dies auch bewusst gesucht um sich einen Ausstieg aus dem Alltag zu ermöglichen. Bei der Trance handelt es sich also darum, einen Weg zu finden um in einen anderen Bewusstseinszustand, eben die "Trance", zu gelangen. Diesen Zustand des veränderten Bewusstseins erlebt man oft als traumähnlich, man ist gelassen, die Wahrnehmung äusserer Umstände ist verschwommen, das Gehirn beschäftigt sich mit anderen, neuen Vorstellungen. Grundsätzlich kann dies jeder Mensch ohne dass besondere Voraussetzungen erfüllt werden oder Kenntnisse vorhanden sein müssen, auch hat Trancearbeit nicht zwingend etwas mit Medialität oder Heilung zu tun, sondern es ist an sich neutral, wird in diesen Bereichen aber sehr oft eingesetzt.
Trance ist nicht Bewusstlosigkeit sondern bedeutet, gleichzeitig konzentriert und entspannt zu sein. Die Entspannung ist eine körperliche, die Konzentration ist nach innen gerichtet, fokussiert. Während einer leichten Trance ist man präsent, man erzählt und weiss, was man erzählt. Das Tranceerleben selber ist immer authentisch, weil es das eigene Erleben ist. Sinnliche Grenzüberschreitungen sind in Trancezuständen keine Seltenheit: Farben können gerochen, die Gestalt eines Menschen als Klang wahrgenommen werden, usw. Es sind Dimensionen des Seins, für die es oft keine Worte gibt. Das Identitätsgefühl ist vorübergehend gestört bis aufgehoben, bei leichter Trance bleiben Erinnerungen, bei starken Veränderungen der Bewusstseinsebene können schwache bis keine Erinnerungen möglich sein, in Tieftrance sind gar keine Erinnerungen mehr abrufbar. So verschieden wie die Erlebnisse im veränderten Bewusstseinszustand sind, so verschieden sind auch die Möglichkeiten, in Trance zu gehen. Einige Möglichkeiten zur Herbeiführung einer Trance sind:
- Autosuggestion
- Hypnose
- Atemtechnik
- Schamanische Reisen
- Trancetanz
- Drogen
Beendigung der Trance
Eine Trance beendet sich immer von selbst, wenn du gesehen und gehört hast, was nötig ist. Dies erfordert aber anfänglich etwas Übung, Anleitung und Hilfe durch jemand, der mit den Trancezuständen vertraut ist. Übe daher anfänglich nur mit einer vertrauten Person, die weiss was zu tun ist. Dadurch bekommst du mehr und mehr Vertrauen zu diesem Zustand, dass er sich nie lebensbedrohlich für dich auswirkt und du kannst ihn später alleine ausführen und steuern.






